deutsche Ideologie

Zur Aktualität der deutschen Ideologie

Deutschland und kein Ende

Deutsch-Sein, das ist der Name für eine Ideologie und Praxis, die auf den Endsieg, d.h. die Vernichtung zielt: theoretisch geht es um die Leugnung der für die Erkenntnis der Wahrheit notwendigen Vermittlungen, praktisch um die Vernichtung derjenigen, die der Deutsch-Seiende als die Personen identifiziert, von denen er sich daran gehindert sieht, sich den kapitalistisch, also aufgrund von Vermittlungen produzierten Reichtum, unmittelbar anzueignen – was im Resultat das Kapital in seine Selbstvernichtung treiben muß.

So, also logisch bestimmt, gibt es Deutsche überall auf der Welt. Möglicherweise sogar, wie etwa bis weit in die 1920er Jahre hinein in Frankreich oder heute in den islamischen Ländern, mehr in anderen Staaten als in Deutschland selbst. Deutsch-Sein, das ist weder ein anthropologischer noch ein von irgendeiner Staatsbürgerschaft abhängiger Begriff. Dennoch: historisch und geopolitisch ist und bleibt das Deutschland, so wie es als postnazistischer Staat heute existiert, der notwendige Ort, wo der (Selbst-) Vernichtungswille des Kapitals sich materialisieren muß, damit das auch andernorts existierende Deutsch-Sein wirklich siegen kann. Das darf, so sehr die Logik – allein für sich betrachtet – auch etwas anderes nahelegen mag, nicht übersehen werden.

Referat: Manfred Dahlmann ISF Freiburg/Wien

11.6.2010 um 19:30 Uhr

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